16 Jahre Agenda21 Haager Land

Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Agenda21 Haager Land e.V. hat die Vorsitzende Heide Schmidt-Schuh mit Hilfe der Gründungsmitglieder Sissi Schätz und Franz Moser eine Präsentation zusammen gestellt, in der die vielen erfolgreichen Projekte der Agenda21 Haager Land seit Ihrer Gründung im Jahr 1999 in Bildern zur Geltung kamen.

Hier kann man die Präsentation herunter laden.

Gleich zu Beginn wurden viele unterschiedliche Projekte in Angriff genommen:

So wurde verhindert, dass die Mülldeponie überhöht wurde. Es hatte sich gezeigt, dass die Rohre unter der Deponie zur Abfuhr des Sickerwassers defekt waren. Immerhin war einer der Trinkwasserbrunnen in der Nähe der Deopnie, der mittlerweile geschlossen ist. Erschwerend kam hinzu, dass nächtens offenbar Schutzwasser aus anderen Anlagen in der Deponie illegal eingeleitet wurde. Daher musste die Deponie innerhalb kürzester Zeit geschlossen werden und nicht wie ursprünglich vorgesehen überhöht werden.

Das zweite Projekt gleich zu Beginn war der Einsatz zum Erhalt des Haager Krankenhauses. Es wurde ein landkreisweiter Bürgerentscheid ins Leben gerufen, der haushoch gewonnen wurde. In allen Gemeinden im gesamten Landkreis wurden mehr als 50% der Stimmen für den Erhalt des Krankenhauses erreicht. Die Erfolgsgeschichte des Krankenhauses ist der Lohn für den unermüdlichen Einsatz der aktiven Mitglieder. Mittlerweile ist der gute Ruf dieser geriatrischen Klinik weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Auch die Finanzen stimmen jetzt.

Ein ein weiteres Projekt war die Verhinderung der Mobilfunkantenne im Schlossturm. Kaum zu glauben, dass dies einmal zur Debatte stand! Wäre die Mobilfunkantenne realisiert worden, könnten wir heute nicht mit Stolz auf unseren schönen Schlossturm blicken, dem Wahrzeichen der Gemeinde.

Später kam dann der Einsatz zur Renovierung des Haager Freibades dazu. Unter dem Dach der Agenda hatten sich die Freibadfreunde zusammen gefunden, deren Einsatz nicht genug gelobt werden kann. Das Ergebnis dieses Einsatzes, das Haager Naturfreibad, ist ein Juwel geworden, das Badegäste von nah und fern anlockt.

Daneben wurden 1999 und 2002 Regionalmessen organisiert, genannt HaAgenda. Diese Messen gaben den Vereinen und den Betrieben von gesamten Haager Land die Möglichkeit sich zu präsentieren. Schwerpunkte waren soziale Themen und Energie. Die Fotos zeigen, dass sie sehr gut besucht waren.

Aber auch Humoriges gab es: So wurde anlässlich der Einführung des Euros eine Münzsammlung gestartet und die beiden Pfarrer (Pfarrer Prechtl und Pfarrer Schäch) gemeinsam dagegen „aufgewogen“. Das Ergebnis: Die Münzen waren schwerer. Nach dem Umtausch wurden sie sozialen Projekten gestiftet.

Das letzte Projekt, der Einsatz für den Schlossturm, ist noch ganz frisch in Erinnerung. Ziel dieses Projektes war die Wiedereröffnung des Schlossturms und des Schlosshofes, damit dort wieder ein kulturelles Leben stattfinden kann. Hierfür wurde als erstes eine Broschüre entworfen, in der neben einem kurzen historischen Abriss die diversen Aktivitäten in Turm und Hof in Bildern gezeigt wurde. Anschließend wurde eine Unterschriftenaktion für die Unterstützung einer Petition an den Bayerischen Landtag gestartet. Diese Petition wurde am 23.7.2011 dem Vorsitzenden des Finanzausschusses überreicht.

Darin heißt es: „Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Finanzministerium, will den Turm und dessen Umfeld als „unrentierliches Objekt“ verkaufen. Er steht mit 1 Euro zu Buche. Allerdings betragen die geschätzten Renovierungskosten mind. 1 Mio Euro. Die Marktgemeinde Haag wäre durchaus an einem Kauf interessiert, kann jedoch die Renovierungskosten, unter anderem auch wegen der teuren notwendigen Renovierungen anderer historischer Bauten (Zehentstadel und Löwenbrücke) nicht aufbringen.

Deshalb plädieren wir dafür, dass der Freistaat Bayern als Eigentümer diese Sanierung aus vier Gründen vor dem Verkauf durchführen muss bzw. von einem Verkauf gänzlich abzusehen hat:… „.

Die Petition wurde zwar abgelehnt, doch wurden der Gemeinde großzügige Fördergelder zugesichert. Und so kam es dann im Jahr darauf zum Ankauf des Schlossareals durch die Gemeinde.

Die Agenda wollte die Gemeinde mit den schwer zu schulternden Finanzen nicht „im Regen“ stehen lassen. Und so wurden an vielen Marktständen und Weihnachtsmärkten die unterschiedlichsten Dinge „verkauft“, deren Erlös für die Renovierung des Schlossturms gesammelt wurde.

Am Neujahrsempfang der Gemeinde am 6. Januar 2016 wurde dann ein Scheck über 22.300 Euro überreicht. Beinahe hätte dieser Betrag ausgereicht, das Schlossturmdach vollständig aus Spenden der Haager Bürger zu finanzieren.

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