Das Haager Mitfahrbankerl oder Oma und Opa to go

Am Samstag 21.4. ab 11 Uhr werden die Marktgemeinde Haag i.OB und die Agenda21 – Haager Land e.V., die ersten fünf Haager Mitfahrbankerl einweihen. Treffpunkt ist der Bräuhausplatz, wo Pfarrer Idkowiak die erste Bank segnen wird. Von dort aus geht es mit Blasmusik zur Bank an der Ecke Münchener- / Rainbachstraße, dann weiter zur neuen Post auf dem Gelände der Firma Böhm und zuletzt zur Bank im Einkaufspark. Dort wird am Grillstand von Carmen Drasdo gefeiert.

Von der Bank im Ortsteil Winden werden die Wartenden mit einem Elektroauto abgeholt.

Die Idee zu dem Projekt entstand, weil in Haag – wie auch in vielen kleineren Kommunen auf dem Land – ein Leben ohne Auto oder ohne Führerschein fast unmöglich ist. Das gilt besonders, wenn man in eine der Nachbargemeinden oder weiter weg will. Doch auch in Haag selber ist es schwierig von manchen Ortsteilen zum Zentrum bzw. zum Einkaufspark zu gelangen. Für Fußgänger – noch dazu mit Einkäufen beladen – ist es wegen der weiten Entfernungen mühsam. Fahrrad fahren in der hügeligen Landschaft ist nicht jedermanns Sache und wegen des Autoverkehrs auch nicht ungefährlich.

Mit den ersten 5 Bänken soll getestet werden, ob das Angebot an zusätzlicher Mobilität angenommen wird. Sollte die Testphase in diesem Sommer positiv verlaufen, sollen nach und nach alle weiter entfernten Ortsteile einbezogen werden.

Ein weiteres Ziel der Mitfahrbankerl in Haag ist es, den innerörtlichen Autoverkehr zu verringern. Die Verkehrsgutachter von gevas humberger partner stellten fest, dass dieser in Haag überdurchschnittlich hoch ist.

Das Haager Mitfahrbankerl richtet sich vorwiegend an ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger. Kinder sollen aus Sicherheitsgründen nicht mitgenommen werden.

In einem Flyer werden die wesentlichen Punkte erläutert, so u.a. wie das mit dem Versicherungsschutz im Falle eines Unfalls aussieht. Die Flyer liegen in der Gemeinde aus und können aus dem Internet herunter geladen werden.

Die Idee des Mitfahrbankerls hat im ländlichen Raum bereits viele Anhänger. Ob diese Idee von Erfolg gekrönt wird, hängt offenbar sehr stark davon ab, ob die Bänke gut sichtbar platziert und gekennzeichnet sind.Vor allem hängt der Erfolg davon ab, wie der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde aussieht. Sowohl Elisabeth Schätz, Bürgermeisterin in Haag, als auch Heide Schmidt-Schuh, Vorsitzende der Agenda21 – Haager Land, sind hier optimistisch. In Haag kennt man sich, man grüßt sich auf der Straße, hält ein Schwätzchen, man hilft einander. Das Mitfahrbankerl wird zu zusätzliche Bekanntschaften führen, möglicherweise auch zu Fahrgemeinschaften, so die Hoffnung der Initiatorinnen.

Wenn die Bänke gut angenommen werden, haben Agenda und Marktgemeinde vor, die dargestellten Ausbauziele nach und nach zu verwirklichen

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.